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Valdyr

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Hexerschulen

Ausbildung der Hexer

Geschlossen
Aus den Archiven der Universität von Oxenfurt

Die Auswahl geeigneter Knaben erfolgt nach Kriterien, die weniger moralischer als vielmehr physiologischer Natur sind. Hierbei werden Waisen, Kriegsvertriebene oder Kinder, für die keine familiäre Bindung mehr besteht bevorzugt. Aber auch das Gesetz der Überraschung, dass einen Jungen in eine der Schulen bringen. Dise Praxis wird nicht aus Grausamkeit durchgeführt, sondern weil, die Ausbildung vollständige Loslösung vom bisherigen Leben erfordert.
Entscheidend sind körperliche Belastbarkeit, Widerstandskraft gegen Krankheit sowie eine seltene, jedoch messbare Verträglichkeit gegenüber alchemistischen Substanzen. Erste Prüfungen dienen der Selektion. Ein erheblicher Teil der Anwärter scheidet bereits in dieser Phase aus.
Die Ausbildung selbst gliedert sich in mehrere Abschnitte. Zunächst erfolgt systematisches körperliches Training: Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht, Reflexe. Parallel werden Grundlagen der Monsterkunde, Anatomie, Taktik und einfacher Zeichenlehre vermittelt. Disziplin ist nicht Mittel zur Formung von Gehorsam, sondern zur Sicherung des Überlebens.
Den entscheidenden Wendepunkt bildet die sogenannte Prüfung der Gräser. In einem kontrollierten alchemistischen Verfahren werden Mutagene verabreicht, welche tiefgreifende physiologische Veränderungen hervorrufen. Stoffwechsel, Sinneswahrnehmung und Reflexgeschwindigkeit verändern sich dauerhaft. Die Mortalitätsrate ist hoch. Nur ein Bruchteil der Kandidaten überlebt den Prozess.
Erst nach überstandener Mutation beginnt die eigentliche Spezialisierung. Der angehende Hexer lernt den gezielten Einsatz von Zeichen, die Herstellung und Dosierung von Tränken sowie den differenzierten Umgang mit Silber- und Stahlklingen. Unter realen Bedingungen lernt der angehende Hexer sein Handwerk.
Am Ende der Ausbildung steht kein feierlicher Ritterschlag. Der Absolvent verlässt die Schule mit einem Medaillon, einem Satz Ausrüstung und dem Auftrag, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Von diesem Zeitpunkt an trägt er allein die Verantwortung für sein Handeln und für sein Überleben.